Lust auf eine Lesung?

In Linz am Rhein, zwischen Bonn und Koblenz, findet am 14. und 15.Oktober der traditionelle Kunsthandwerkermarkt statt. Und am 14.10.ab 18 Uhr wird Linz noch bunter, denn sie wird ausgeleuchtet: Linz leuchtet.

Viele Veranstaltungen machen das bunte Treiben noch bunter, unter anderem liest Susanna M. Farkas im Café Kitsch aus ihren Büchern. Ein Besuch lohnt sich!

 

Schliessen
Gesellschaft

Arbor – Der Weg des Waldes


"Die Vorfälle, die sich zugetragen haben, als die Menschen Opfer der Wälder wurden, dürfen sich nie wiederholen. Aber ‚Arbor‘ wird immer wieder wüten, wenn wir nicht erkennen, dass ...
Klick auf Cover zum Weiterlesen

1, 2, 3 ... vegan - Kurz und knackig informiert


Vegan leben – kurz, knapp und unkompliziert erklärt.   Du bist wild entschlossen, vegan zu leben - nur weißt du nicht so richtig, wie du starten s ...
Klick auf Cover zum Weiterlesen

Jetzt bin ich hier


Zur Entstehung der Anthologie   Nicht immer läuft alles nach Plan, oder eigentlich eher selten. So war es auch hier. Ursprünglich sollte dies ein Sa ...
Klick auf Cover zum Weiterlesen


Besucht uns: twitter facebook
Tipp! Zum Stöbern auf die Cover oder die Links klicken
Blogbeitrag: Ein Auszug aus Tharinas Tagebuch - 01.02.2016

Heute Nachmittag fuhren mein Freund und ich an den Fluss, um zu baden.

Das heißt ich fuhr an den Fluss, um zu baden und er eigentlich, um zu wandern. Aber wir hatten uns das nicht ausgemacht, sondern einfach nur gesagt „Wir fahren an den Fluss.“

So kam es, dass er bei 30° den Berg hochwandern wollte und ich mich dagegen sträubte, hauptsächlich, weil ich meine Wasserflasche nicht bei mir hatte.
Das war wiederrum seine Schuld, hatte er doch in einem Anfall von Ordnungswahn diese wunderbare, leere Flasche Evian in unseren Abfalleimer geworfen.

Also im Grunde war es seine Schuld, dass ich nicht wandern konnte. Das Resultat war, dass wir uns etwa eine halbe Stunde lang, am Fluss sitzend anschwiegen.

Er saß da oben, auf dem großen Felsen in der Sonne. Dabei brauchte er doch überhaupt keine Sonne, da er doch ohnehin nicht baden wollte.

Ich saß da unten, im Tal des Flusses, im Schatten. Meine Füße und Waden hingen ins Wasser. Da dieses eiskalt war und es im Tal keine Sonne gab, in der ich mich aufwärmen hätte können, hatte ich plötzlich keine Lust mehr zu baden.
Natürlich hätte ich mich auf den großen Felsen nach oben setzen können. Aber aufgrund der Dickköpfigkeit war das wohl unmöglich.

Und natürlich hätte er einfach alleine wandern und ich alleine baden können, aber das war aufgrund beider Dickköpfigkeiten erst recht nicht möglich.

So saßen wir da, schweigend. Er ärgerte sich, da er nicht wandern konnte. Ich ärgerte mich, da ich keine Lust hatte alleine im kalten Fluss zu baden.

Also beobachtete ich eine Libelle, die auf einem, aus dem Wasser ragenden Stein saß. Sie war gelb, mit schwarzen Streifen und etwa so lange wie mein Zeigefinger. Ich war erst nicht sicher, ob sie noch lebte, also bespritzte ich sie mit ein wenig Wasser. Da begann sie zu krabbeln, anstatt weg zu fliegen. Vielleicht war sie verletzt. Sie krabbelte auf das Wasser zu, bis sie es mit dem Kopf berührte.

Ich dachte „Super, jetzt kann ich eine Libelle beim Trinken beobachten und danach meinem Freund erzählen, was er verpasst hat.“ Nach der Dickkopf-Phase, verständlicherweise.

Doch die verrückte Libelle krabbelte immer weiter, bis sie von den Fluten des Flusses mitgerissen wurde. Eine Selbstmord-Libelle also.

Erst versuchte ich sie aus dem Wasser zu retten, aber sie verschwand sogleich im Strudel.

Aufgeregt schaute ich in Richtung meines Freundes, bis mir einfiel, dass wir doch gerade nicht mit einander sprachen. Doch da hatte er meinen Blick bereits bemerkt. „Fahren wir dann?“, meinte ich also, um zumindest einen genervten Ton auflegen zu können.