Am 1. und 2. April findet in Linz am Rhein, zwischen Koblenz und Bonn, am Tor zum Westerwald, das alljährliche Altstadtfest statt. Infos dazu gibt es hier.

Auch der Verlag 3.0 ist dabei. In Kooperation mit Café Kitsch hat er Autoren eingeladen. So hat der Leser Gelegenheit, Susanna am Samstag und Ellinor, Hildegard und Heiderose am Sonntag persönlich zu treffen. Vormittags findet Ihr sie beim Café Kitsch, Nachmittag öffnet jeweils der Linzer Salon seine Türen und die Autoren laden ein zum gemütlichen Plausch und zur Lesung bei Kaffee in den Räumlichkeiten über der Sparkasse zwischen Marktplatz und Buttermarkt.

 

 

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Auch für Kinder

Geschichten aus Nian – Lindenreiter


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Neun Fragen an Varuna Holzapfel

Ist das Glas in der Regel halb voll oder halb leer?

Kommt darauf an. Wenn ich Durst habe, ist das Glas halb leer, wenn ich keinen habe, dann ist es halb voll :-)

Was sind Deine Beweggründe zu schreiben?

Wenn in mir eine Geschichte herangereift ist, will sie manifestiert werden. Da ich nicht gut zeichnen kann, schreibe ich. Und wenn ich anfange zu schreiben, entwickelt sich die Geschichte weiter, die Figuren erwachen dann zum Leben und manchmal bin ich erstaunt darüber, welche Handlungen sie vollführen. Ich selber sehe mich in dem Moment dann eher als Medium. Von daher würde ich Schreiben durchaus als magisch/kreativen Prozess bezeichnen.

Welches Märchen würdest Du definitiv umschreiben?

Es gibt so einige Märchen, die ich gerne wieder in die ursprünglichere Form umschreiben würde, die man da noch so hin und wieder zwischen den Zeilen der Handlung aufblitzen sehen kann. Dazu gehört u.A. „Hänsel und Gretel“, „Schneewittchen“, „Dornröschen“ und auch „Frau Holle“. Bei „Hänsel und Gretel“ habe ich schon einen Rekonstruktionsversuch gewagt, der schon ein paar Jahre auf meiner Homepage und auch hier in der Schatzkiste zu finden ist. Hier habe ich versucht, das Motiv der Hexe von den Einflüssen der Propaganda zur Zeit der Hexenverfolgung zu befreien, indem bei mir die Hexe zur weisen Frau wird, die die Kinder nicht im Backofen backt, um sie zu fressen, sondern sie stattdessen durch die Lehrzeit bei ihr, zu weisen Erwachsenen transformiert. An dieser Stelle noch über die Symbolik von Backöfen und „Tod durch verschlungen werden“ in alten Märchen oder Legenden zu schreiben, würde aber wohl den Rahmen des Interviews sprengen.

Was ist für Dich der Sinn des Lebens?

Ich denke, der Sinn des Lebens ist, zu entdecken, wer man – versteckt hinter der Fassade von an-dressierter Anpassung an die Norm – wirklich ist . Wenn man das entdeckt hat, steckt in diesem Wissen um sich selbst eine Menge Kraft und vor allem auch Verantwortung. Verantwortung für sich selber, für die Art, sein Leben zu führen aber auch für seine Gedanken und seine Handlungen. Das kann zunächst erschreckend sein, weil man sich so nicht mehr in die Komfortzone der Passivität zurückziehen und die Schuld an der eigenen Situation anderen zuschieben kann.
Aber ich glaube, dass dieses „sich seiner selbst bewusst zu sein“ die Menschen auf Dauer erfüllter sein lässt, als wenn sie ständig einem Trend hinterherhetzen und dabei versuchen, die innere Leere mit dem Erwerb von irgendwelchen Dingen zu füllen, von denen man ihnen weiß gemacht hat, dass sie diese unbedingt brauchen würden, um glücklich zu sein.

Welches Lied könnte Dich so richtig aggressiv machen?

Es gibt kein Lied, was mich wirklich aggressiv macht, es gibt allerdings Lieder, bei denen ich umschalte, wenn diese im Radio laufen. „Last Christmas“ ist z.B. eins davon. Weil ich nicht nachvollziehen kann, was das Gejammer darüber, dass die „große Liebe“ sich von einem getrennt hat, mit Weihnachten zu tun hat, dieser Song aber alle Jahre wieder als „Weihnachtslied“ gespielt wird. Ansonsten empfinde ich Lieder mit oberflächlichen und nichtssagenden Texten als Zumutung, aber da mich niemand dazu zwingt, diese anzuhören, besteht für mich auch kein Grund, aggressiv zu werden.

In wessen Haut würdest Du gerne für einen Tag oder für eine Woche schlüpfen?

In die Haut einer europäischen Wildkatze, da ich dieses Tier absolut faszinierend finde und die Natur im Sauerland, wo diese Katze zuhause ist, überwältigend ist. Es muss toll sein, sich dort tagelang aufzuhalten.

Welches Buch hältst Du für weit überschätzt?

Es gibt einige Bücher, die ich für weit überschätzt halte. Das liegt aber vor allem daran, dass ich den Hype nicht nachvollziehen kann, der mitunter um ein bestimmtes Buch gemacht wird. Ein Buch, bei dem sich die Handlung extrem in die Länge zieht oder bei dem der Spannungsbogen zwar raffiniert aufgebaut wird, am Ende aber dann der Knalleffekt ausbleibt, weil die Auflösung im Vergleich zum Spannungsbogen eher flach und unspektakulär ist, empfinde ich nicht als Lesegenuss, sondern als Enttäuschung. Wenn so ein Buch dann überall empfohlen und als „must read“ gehandelt wird, dann ist das in meinen Augen eine Überschätzung und ich frage mich dann oft, ob ich eventuell einfach nur ein Buch anders lese als andere oder aber ob da Bücher bewusst durch Marketing gepusht werden, um Gewinne zu generieren. Also gar nicht das Buch selber und die Geschichte im Vordergrund steht, sondern einfach nur banale Geldgier.

Was macht einen Verlag zu einem Verlag?

Ein Verlag sorgt dafür, dass Ideen, die als Bild, Musik oder Text vorliegen, viele Menschen erreichen. Wenn man eine Idee als Funke sieht, dann hält ein Verlag diesen Funken lebendig und trägt ihn weiter und dadurch entzündet dieser Funke auch in anderen Menschen das Feuer der Inspiration.

Was schreibst Du am liebsten, wenn Du nicht gerade seltsame Interviewfragen beantwortest?

Das hängt bei mir immer von der Stimmung und der Zeit ab. Ich schreibe schon immer gerne Geschichten, aber auch Gedichte. Hier sind es eher die nicht-alltäglichen Gegebenheiten, die ich beschreibe. Aber ich drücke auch gerne meine eigenen Gedanken aus, zu aktuellen und alltäglichen Themen. Diese Gedanken manifestierten sich dann mehr in Form von satirischen oder sarkastischen Texten, die ich mitunter auf meinem Blog einstelle. Und dann schreibe ich auch noch gerne Texte für meine Homepage, in denen ich versuche, Interessierten Erkenntnisse zu spirituellen Themen zu vermitteln.